Baracca Zermatt

Wallis in Kloten

Nicht nur Heimweh-Wallisern ist die Baracca Zermatt in Kloten ein Ersatz-Zuhause. In lebendigem Ambiente wird hier im Winter Fondue-Kultur in ihrer ursprünglichsten Form zelebriert – mit hochwertigen Produkten, die fast nur aus dem Wallis stammen. Lebensfreude und Humor inklusive.

Am Anfang stand eine Idee: Zermatt in die Welt hinauszutragen. Ganz so weit hat es das Restaurantkonzept Baracca Zermatt zwar noch nicht geschafft, aber neben dem ursprünglichen Betrieb in Kloten gibt es immerhin eine Baracca in Basel und eine in Heidelberg. Hier jedoch ist die Rede von der Baracca Zermatt Kloten, die notabene in nächster Nähe zum Flughafen liegt – und damit zum Tor in die Welt.

Doch Scherze beiseite: Mit der Baracca Zermatt in Kloten haben nicht nur Exil-Walliser eine Destination gefunden, in der die Genusskultur ihres Kantons auf hohem Niveau zelebriert wird. Untergebracht in einer buchstäblichen Baracke, die früher exakt so als Provisorium der Post in Zermatt stand, ist die urgemütliche Holzhütte mit Möbeln des Zermatter Künstlers Heinz Julen eingerichtet. Fast alles in der Baracca stammt aus Zermatt und dem Wallis – seien es das einladende Cheminée in der Mitte, an dem sich genüsslich ein Glas Wein trinken lässt, oder die Dekoration mit Skis und Schlitten an den Wänden sowie die Produkte, die auf den Tisch kommen: «Wir lassen uns alles aus dem Wallis liefern oder holen ein Produkt auch mal selbst ab. Eigentlich sind wir Verrückte», sagt schmunzelnd Rainer Maria Salzgeber, bekannter Sportmoderator des SRF und Geschäftspartner in der Baracca. Kein Aufwand sei ihnen zu gross.

Der Hauptdarsteller in der Baracca Zermatt ist (im Winterhalbjahr) natürlich das Fondue. Sieben Varianten stehen auf der Karte, darunter ein Kräuter-Fondue, das klassische Walliser Fondue mit Tomaten oder ein Deluxe-Fondue mit Trüffeln und Champagner. Sie alle werden frisch zubereitet und serviert. Die Preise beginnen bei günstigen 29 Franken – für 300 Gramm Käse (statt wie vielerorts 250 g) inklusive Kartoffeln. «Pro Winter verarbeiten wir in jeder Baracca bis zu fünf Tonnen Käse», sagt Thomas Oberholzer, der, obwohl er selbst kein Heimweh-Walliser ist, seit zehn Jahren die Baracca führt. Wer keinen Käse mag, kann stattdessen ein Fondue Chinoise oder eine Zermatter Tavolata bestellen: ein Plättli mit Trockenfleisch-, Wurst- und Käse-Spezialitäten aus dem Wallis. Und auch der Wein kommt aus dem Weinkanton schlechthin: In der Baracca werden ausschliesslich Walliser Tropfen entkorkt.

Mit den 126 Plätzen kann es in der Hütte schon auch lebenslustig zu und her gehen, eine Talfahrt macht das Niveau indessen nie. Oder wie Oberholzer augenzwinkernd tiefstapelt: «Wir sind eine Walliser Berghütte mit ausgezeichnetem Service.» Allerdings eine gut besuchte: Ohne Reservation lässt sich in den Wintermonaten kein Platz finden.